Reisetag St. Etienne – Toulouse

Start am Montag, den 5. August 2019, Ziel heute: Weiterfahrt nach Toulouse. Mit eher entspanntem Tagesbeginn. Frühstück im Hotel, dann noch ein Stadtbummel in St. Etienne. Ein paar Besorgungen machen, Grüße an die Lieben daheim auf den Weg bringen. Die Fahrt ist nicht so lang, dass wir es irgendwie eilig hätten. Und unser Gastgeber in Toulouse, Jürgen, erwartet uns erst am frühen Abend. Ja, andere Leute müssen am Tage arbeiten.
Die Stadt ist recht leer. Viele Geschäfte sind wegen Sommerferien geschlossen. Es ist Anfang August, die Hochzeit der französischen Sommerferien. Plötzlich ergibt es Sinn, einen Sommerschlussverkauf zu machen. Das Geschäft räumen, bevor es für die Ferien geschlossen wird. Nach der Pause geht es dann mit neuen Waren weiter.
Da Semesterferien sind, sind auch kaum Studentinnen oder Studenten auf der Straße zu sehen.
Wir haben dem Navi gesagt, er solle Mautstraßen vermeiden. So kommen wir billiger ans Ziel und vielleicht geht die Fahrt dann ja über reizvolle Strecken, vielleicht Orte. Jedenfalls liegt zwischen Start und Ziel eine erstaunliche Hochebene, mehr als 100km fahrne wir auf einer Höhe von ca. 1200 Metern. Das jedenfalls zeigt und der Bildschirm unseres Navis im Auot an. Auf der Fahrt liest Steffi mir aus dem Reiseführer für die Region vor. Toll. Kurz vor unserem Ziel liegt die Stadt Albi am Wegesrand, mit einer berühmten und sehenswerten Kathedrale. Zufällig ruft Jürgen genau zu dem Zeitpunkt an, um sich über unsere Ankunft zu erkundigen. Auch er hat von der Kathedrale in Albi geöhrt und wollte sie schon lange einmal besucht haben. Unbedingt machen, rät er uns deshalb. Wenn wir deswegen eine Stunde später kommen: kein Problem.
Tatsächlich liegt Albi nur eine Viertelstunde von unserer Route entfernt und deswegen fahren wir ab. Schon aus einiger Entfernung ist die Kathedrale zu erkennen. Und wir können auch mit dem Auto fast genau daran vorbeifahren. Ein freundlicher Ort mit einem offenen Platz, von aus die Kathedrale aufragt. Ein Bau aus rotem Ziegel. Scheinbar viel zu groß für den kleinen Ort. Beeindruckend. Besonders auffällig: die gemauerten Stützen, die normalerweise Eckig an einen solchen Bau ‚angebracht‘ sind, sind hier abgerundet. Wir haben beide so etwas noch nie gesehen. Sehr schön.
Auto abstellen und ein wenig rumlaufen. Auch rein in die Kathedrale. Sie schließt erst um halb sieben, nicht schon um 6 (in 10 Minuten). Auch die Umgebung ist sehr hübsch. Kleine, freundliche Gassen, mit teils ebensolchen Restaurants und Cafés. Nach einer halben Stunde setzen wir uns wieder ins Auto für die letzte halbe Stunde Fahrt. Der Umweg hat sich gelohnt und wir haben eine schöne kleine Überraschung erlebt.
Der Abend in Toulouse ist sehr warm und sehr schön. Jürgen führt uns über attraktive Wege in die Altstadt. Wir essen auf einem kleinen Platz in einer Pizzeria. Der Platz wird von Restaurants umsäumt und ist mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Alle Plätze sind belegt. Auf dem Rückweg Eis essen und Blick auf die verschiedenen, teils beleuchteten Brücken über die Garonne.

Die Kathedrale von Albi

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