Zurück aus den USA

Wir sind zurück. In Spanien. In El Campello. Zu Hause. Die Rückreise war weniger kompliziert als befürchtet. Der Flug war recht entspannt und erfolgreich – wir haben beide ein bisschen geschlafen. Das war leichter möglich, weil wir für einen sehr guten Preis auf Premium – und damit auf mehr Platz am Platz – upgraden konnten. Nach der Weiterfahrt mit dem Bus vom Flughafen zum Bahnhof Atocha in Madrid konnten wir auf einen früheren Zug als geplant umbuchen. Von Madrid hatten wir eh nicht viel, weil wir doch ein bisschen verjetlaged waren. Wir haben noch nicht einmal unser Gepäck in ein Schließfach geschlossen und den Bahnhof bis zur Weiterfahrt nicht verlassen. Damit waren wir dann 3 Stunden früher als erwartet in El Campello, schon um halb 8.

Begrüßt in El Campello wurden wir von den Feierlichkeiten zum Festival Moros y Cristianos im Ort mit einer Parade, die gerade an der Straßenbahnstation vorbeikam, als wir ankamen. Sehr angemessen. Wie wir nun ja schon kennen ein Spektakel mit Musik – sehr düster und trommellastig – Verkleidung und Show von verschiedenen Gruppen.

Damit waren aber auch die Straßen blockiert, über die wir eigentlich zurück zu unserem Haus wollten. Der Umweg, den wir nehmen mussten, führte uns an dem Café am Bahnhof vorbei, in das wir immer schon mal gehen wollten. Steffi hat dort gewartet, während ich zu Fuß nach Hause gegangen bin, um das Auto zu holen. Damit kamen wir umhin, in unserem Zustand unser ganzes Gepäck zu Fuß nach Hause schleppen zu müssen.

Während sich Steffi also überzeugte, dass wir unbedingt (noch-)mal in das Café gehen müssen (mit einem Glas Wein), durfte ich feststellen, dass in unserem Haus der Strom ausgefallen war, das heißt, die Hauptsicherung war herausgeflogen. Das war schonmal passiert, als es stark regnete und vielleicht irgendein Stromverbraucher an der falschen Stelle nass geworden war. Wie lange schon? Keine Ahnung, es stand kein Schild da. Ist ja auch eigentlich kein Problem – wenn nur der Kühlschrank nicht wäre, und dessen Inhalt. Puhhhh….der Strom war wohl schon eine Weile weg.

Außerdem wurden wir natürlich von der unfassbaren Luftfeuchtigkeit begrüßt, die der Region hier eigen ist. Schon in Alicante, auf dem Weg vom Bahnhof zur Tramstation – mit unserem ganzen Gezumpel, 10 Minuten Fußmarsch – lief uns der Schweiß. Selbst bei der schon wieder ganz moderaten Temperatur von ca. 25°C für den Körper eine Herausforderung. In den USA muss das Klima verträglicher gewesen sein. Nicht nur wegen der niedrigeren Temperaturen. Trotzdem freuen wir uns, wieder zu Hause zu sein. Ja, so kommt es uns nun schon vor. Wir sind hier – zumindest vorübergehend – zu Hause.

Gleich nehmen wir auch unsere schon eingetretene Pfade wieder in Besitz. Die Promenade am Strand, das Café Pinocchio mit ‚unserer‘ Kellnerin Carmen, von der wir immernoch nicht wissen, wie sie heißt. Wir haben uns bisher nicht getraut, sie zu fragen.

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