Auf die Ohren, in die Ohren

Mir tut es gut, Musik zu hören. Oder es gefällt mir einfach nur. Und manchmal ist es gewünscht, dass Musik nicht einen genzen Raum oder ein ganzes Haus erfüllt oder beschallt. Um gelegentlich Musik am Ohr haben zu können, ohne dafür das Haus mit Beschlag zu belegen, wollte ich mir Kopfhörer leisten. Und die sollten keinen Lautbrei ans Ohr liefern, sondern die Musik angemessen an meine Ohren bringen. Madrid schien mir ein guter Ort zu sein, um sich einmal umzuschauen. Schon in Alicante hatte ich im Corte Ingles einen Bluetooth Lautsprecher erworben, um Radio oder sonst Musik nicht nur aus den blechernen Lautsprechern des Tablets oder Laptops hören zu müssen. Außer einem Fernseher bietet unser Haus in El Campello keinerlei Möglichkeit des Medienkonsums, also auch kein Radio oder gar eine Musikanlage. Jetzt nutze ich das neu erworbene Gerät regelmäßig und es liefert einen ansprechenden Klang. Darüber freue ich mich beinahe jeden Tag. In Madrid sollte ich dann in Sachen Kopfschall bei Fnac fündig werden. Da musste ich mich dann erstmal damit auseinandersetzen, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, sich Sound auf oder in die Ohren pusten zu lassen. Im-Ohr-Kopfhörer (Ohrhörer) oder normale Kopfhörer. Letztere unterscheiden sich noch in ‚over the ear‘ und ‚around the ear‘. Also Modelle, die entweder auf dem Ohr aufliegen oder solche, die das Ohr umschließen. Weiter gibt es kabelgebundene Exemplare und Bluetooth-Geräte. Mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. Verschiedene Techniken und technische Lösungen grenzen den Hörer mehr oder weniger akustisch von seiner Außenwelt ab (noise-canceling). Achja, allein bei Fnac liegt die Preisspanne der angebotenen Teile zwischen 15 und 400 Euro. So.
Ich habe einen Kopfhörer probiert, der einen sehr guten Klang hatte. Da ich aber auch an Musikkonsum unterwegs dachte, schien mir eine Ohrhörervarinte praktischer. Ich stellte mir vor, dass ein Kopfhörer – auf Reisen in einen Rucksack gestopft – recht schnell Schaden nehmen könnte. Und natürlich vergleichsweise sprerrig ist. Ich bin jetzt froh, dass ich mich für die Ohrhörer Variante mit Bluetooth-Kopplung entschieden habe. Denn ich erinnere mich, dass unterwegs ein Kabel, über das die Hörer an die Quelle – Laptop oder Tablet oder Handy – angeschlossen ist, an der Kleidung oder sonstwo reibt, und die Geräusche mit in das angeschlossene Ohr übertragen werden. Nicht schön! Bei der Marke habe ich das genommen, was mir als Kopfhörerteil einen guten Klang brachte. Ohrhörer lassen sich im Geschäft nicht mal so eben ausprobieren. Aus äh verständlichen Gründen. Aber ein freundlicher Verkäufer versicherte mir glaubhaft, dass der Klang der Ohr-Variante durchaus mit dem Kopfhörer derselben Marke vergleichbar ist. Ich habe mich gegen ‚ear-buds‘ entschieden, also Teile, die jeweils einzeln in jedem Ohr sitzen und noch nicht einmal untereinander mit Kabeln verbunden sind, weil es mir möglich erscheint, dass man so ein Teil einmal verlegen könnte und dann schwer oder gar nicht wiederfindet. Deswegen sind meine Ohrhörer mit Bluetooth an der Quelle angeschlossen, untereinander aber mit einem Kabel verbunden. Das verläuft bei Verwendung entweder unter dem Kinn oder im Nacken – und stört in keiner der Varianten in irgendeiner Weise. Nur der Schall des Kauvorgangs, wenn man beim Musikhören einen knusprigen Keks isst…der überträgt sich irgendwie in die Ohrhörer.



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