Bergfest

Wir feiern angemessen unsere Halbzeit in El Campello: auf unserem Hausberg Cabeçò d’Or.

Auch im Falle unserer Zeit in El Campello gilt: Das Gute liegt so nah. Unsere Ausflüge gingen bisher nach Denia, Murcia, Andalusien (Beitrag dazu bereits in Arbeit), Elche oder die amerikanische Ostküste. Erst heute haben wir entdeckt, was wir zukünftig Hausberg nennen werden und nur 20 Minuten Autofahrt entfernt ist. Der Cabeçò d’Or mit seinem 6 Stunden dauernden Rundwanderweg. Der Berg ist 1209 m hoch und hat einen sehr gut ausgeschilderten Weg auf den Gipfel. Wir haben unsere Tour in Pla de la Gralla auf 521 m Höhe begonnen. Der Anstieg hat Freude gemacht, zumindest bis auf den Pass (mir, Steffi), nur die tiefstehende Sonne hat uns manchmal sehr geblendet. Die Aussichten waren grandios, obwohl es nicht ganz klar war heute, leider.

Unser Rundweg heute. Ganz offiziell.
Dazu das Höhenprofil. Beachte den kleinen Anstieg rechts kurz vor dem Ziel. Siehe auch dazu unten im Text.
Ein Fund am Wegesrand. Sehr einladend. Man hätte gleich da bleiben wollen.

Man kann ganz bis zum Gipfel laufen und hat von dort einen fantastischen Rundblick. Berge in der einen Richtung, das Meer in der anderen. Der Aufstieg ist teils einfach und verläuft durch Kiefernwälder, teils schwierig, wo es über steile Geröllfelder und Felsvorsprünge geht. Das ist auch für den Abstieg von Bedeutung, wo man ja schon etwas an Kraft eingebüßt hat (Ich, Steffi, habe deshalb kurz unterhalb des Gipfels aufgegeben, weil mir die Vorstellung, dass ich diese steilen Geröllwege ja wieder bergab laufen muss, erst mal den Mut geraubt hat. Ich will eine Seilbahn auf jedem Gipfel, nur zum Runterfahren!!).

Diese Schaufel sehen wir immer, wenn wir auf den Berg schauen, sogar von unserem Garten aus. Heute sind wir weit darüber hinaus gekraxelt.

Das Fieseste aber ist der letzte kleine Anstieg kurz vor der Rückkehr zum Start. Nachdem wir über 90 Minuten steil bergab gelaufen sind (seehr anstrengend), ging es noch einmal steil bergauf…ca. 130 m. Das braucht zu dem Zeitpunkt kein Mensch mehr, insbesondere den Wegweiser am oberen Ende des Aufstiegs, den man fast die ganze Zeit (von unten !!!) sehen kann. Pfui!

Immer wieder Höhen in verschiedenen Ebenen.

Am Ende sind wir aber glücklich angekommen…und es gab am Kiosk (es ist auch der Eingang in die Höhle, die man von hier aus besichtigen kann) sogar noch Mineralwasser und einen Kaffee. Da brach dann doch noch der verdiente Jubel aus.

Richtung Meer war heute gegen die Sonne und deswegen etwas dunstig. Trotzdem schön.

Das Licht dort am Spätnachmittag hat uns belohnt, der Blick auf die Kletterer am Felsen (klar schallte ihr Russisch herunter :)) und unsere Glücksgefühle nach dieser Anstregung und diesem perfekten Tag.

Dort oben waren wir 🙂
Nur für uns: das große Finale!

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